Uber-Chef legt Pause ein

Nach massiver Kritik an seinem Führungsstil nimmt sich Uber-Chef Travis Kalanick eine Auszeit. Kalanick schrieb am Dienstag an alle Uber-Mitarbeiter, er wolle sich während dieser Pause von unbestimmter Dauer zu dem Chef entwickeln, „den diese Firma verdient“. Zugleich wurde ein interner Untersuchungsbericht über Missstände in dem Unternehmen vorgelegt. Kalanick begründete seine Entscheidung auch damit, dass seine Mutter kürzlich gestorben sei. Er brauche nun eine Auszeit vom Alltag, um zu trauern und um nachzudenken. „Wenn wir an Uber 2.0 arbeiten, muss ich auch an Travis 2.0 arbeiten“, schrieb er.

Trotz der Auszeit hat Kalanick weiterhin großen Einfluss auf Uber, weil er viele Stimmrechtsaktien des Unternehmens besitzt. Der Analyst Jack Gold erklärte, Kalanick sei bei Uber nicht leicht zu ersetzen. Er habe zwar „ein paar dumme Dinge getan, aber er ist die Kraft hinter dem, was Uber heute ist“, erklärte der Branchenkenner.

Uber war zuletzt massiv in die Kritik geraten: unter anderem durch Berichte über Sexismus am Arbeitsplatz, schlechte Arbeitsbedingungen und den Einsatz einer geheimen Software, mit der offenbar Behördenkontrollen umgangen werden sollten. Am Dienstag veröffentlichte das Unternehmen in San Francisco auch den internen Untersuchungsbericht, den der frühere US-Justizminister Eric Holder als Grundlage für Reformen erstellt hatte.

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