Frauenquote & Digitalisierung: So lösen AR-Chefs zwei Probleme zugleich

Die größten Kritiker der Frauenquote sind nach unserem Eindruck – die Frauen selbst. Denn viele von ihnen sehen sich mit der Annahme konfrontiert, ihren Posten vor allem der Quote zu verdanken. Das ist Quatsch, denn der Hauptgrund für die wachsende Zahl weiblicher Aufsichtsräte ist die Professionalisierung der Gremien, in deren Zuge Aufsichtsratschefs nicht mehr in erster Linie gestandene Manager, Juristen und Wirtschaftsprüfer aus ihrem Netzwerk suchen – sondern Experten, die aus anderen Branchen kommen, einen anderen kulturellen Hintergrund haben oder sich auf andere Weise abheben. Damit sind die Chancen von Frauen gestiegen; und zwar insbesondere, wenn sie Digital-Expertise mitbringen. Denn dann können Gremien-Chefs zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: den Aufsichtsrat fit für die Digitalisierung machen – und zugleich die Frauenquote erfüllen. Die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) und das Deutsche Corporate Governance Institut haben deshalb im Juni eine Kooperation mit den „Business and Professional Women“ (BPW Germany) gestartet, um Digital-Expertinnen und Aufsichtsratschefs im Rahmen einer maßgeschneiderten Matching-Kampagne zusammenzubringen. Wir sind gespannt!

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