Dieselgate: Droht jetzt das Aus für Aktien ohne Stimmrecht?

Zahlreiche Investoren und Aktionärsvertreter haben das Verhalten von Volkswagen im Rahmen des Dieselgate-Skandals scharf kritisiert – darunter Hans-Christoph Hirt (Hermes EOS) und Ingo Speich (Union Investment). Da die Familien Porsche und Piech die Mehrheit der Stammaktien halten und Investoren überwiegend stimmrechtslose Vorzugsaktien besitzen, hatten sie auf den Hauptversammlungen jedoch keine Chance, Veränderungen durchzusetzen (zum Beispiel im Aufsichtsrat oder bei Managergehältern). Jetzt holen die Machtlosen jedoch zum Gegenschlag aus: Michael Schmidt (Deka Investments) hat im Handelsblatt gefordert, dass die Deutsche Börse bei der Zusammensetzung von Aktien künftig „auch das Kriterium der Stimmrechte“ berücksichtigt. Das könnte dazu führen, dass Volkswagen aus dem Dax fliegt; auch BMW, Henkel und RWE haben stimmrechtslose Aktien ausgegeben. Andere Investoren gaben Schmidt prinzipiell Recht: „Wir unterstützen das Prinzip ‚Eine Aktie, eine Stimme‘“, sagte Eugenia Jackson, Corporate-Governance-Expertin bei Allianz Global Investors.

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