Stada-Chef: „Es gibt keinen Masterplan B oder C“

Nach der gescheiterten Milliarden-Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven gibt sich der Arzneimittelhersteller Stada selbstbewusst, bleibt aber offen für mögliche Kaufinteressenten. Der MDax -Konzern werde an seinen im vergangenen Jahr verabschiedeten Wachstumskonzepten festhalten, sagte Stada-Chef Matthias Wiedenfels am Dienstag während einer Telefonkonferenz. Gleichzeitig bestätigte der Manager die Wachstumsziele bis 2019.

Der geplante Verkauf des hessischen Generika-Herstellers an das Investorenduo war nur knapp gescheitert. Wie am Vorabend bekannt geworden war, hatten 65,52 Prozent der Stada-Aktionäre bis Fristende am vergangenen Donnerstag die Kaufofferte der Beteiligungsgesellschaften angenommen – die erforderliche Mindestannahmeschwelle hatte bei 67,5 Prozent gelegen.

Die Stada-Führung hatte bis zuletzt für die Annahme des Angebots geworben. „Aber unsere Aktionäre haben anders entschieden, dieses Votum haben wir voll und ganz zu akzeptieren“, sagte Wiedenfels.

Der Konzernchef machte aber deutlich, dass Stada als börsennotierter Konzern auch weiterhin möglichen Übernahmeangeboten offen gegenüber stehe. Aktuell sehe er aber keinen Grund, über künftige Offerten zu spekulieren. Auch gebe es derzeit keine Gespräche mit den Investoren Bain und Cinven über Möglichkeiten, wie diese doch noch zum Zuge kommen und Stada übernehmen könnten. „Es gibt keinen Masterplan B oder C“, sagte Wiedenfels.

DCGIBoardNews

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