Managergehälter: Der DART als Initialzündung für einen Paradigmenwechsel?

Werner Brandt, frisch gekürt zum mächtigsten Aufsichtsrat der Republik, hatte für die rund 80 Besucher des 11. Deutschen Aufsichtsratstages (#DART11) im Düsseldorfer Industrie-Club eine Überraschung parat: Im Rahmen der Diskussionsrunde über Managergehälter, an der auch Hans-Christoph Hirt (Hermes EOS), Michael Kramarsch (hkp group) und Wilhelm Haarmann (VARD, Moderator) teilnahmen, präsentierte er exklusiv einen persönlichen Reformvorschlag: Vorstände sollen demnach 40 Prozent der Gesamtvergütung ausgezahlt und weitere 40 Prozent in Form von Aktien bekommen (die erst am Ende der Vertragslaufzeit zugeteilt werden). Nur noch 20 Prozent entfielen dann auf Boni (auf Basis langfristiger Kriterien). Zudem forderte Brandt, dass Vorstände „selbst für ihre Pensionen verantwortlich sind“. Wir meinen: Auch wenn der Teufel im Detail steckt, ist Brandts Vorstoß wichtig. Denn sein „Düsseldorfer Modell“ (Wilhelm Haarmann) hat allemal das Zeug, zum Nukleus eines Paradigmenwechsels bei den Managergehältern zu werden, der die VARD-Leitsätze genauso einbezieht wie Forderungen von Aktionären. Wissenschaftler und Investoren-Vertreter signalisierten auf dem DART jedenfalls umgehend ihre Bereitschaft zu Gesprächen.

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.