Stada-Chef Wiedenfels muss gehen – und sein Finanzchef auch

Inmitten der Spekulationen um einen erneuten Anlauf der Finanzinvestoren Bain und Cinven für eine Übernahme von Stada(Grippostad, Ladival) tauscht der Arzneimittelhersteller seine Vorstandsspitze aus. Stada-Chef Matthias Wiedenfels und Finanzchef Helmut Kraft müssen ihren Hut nehmen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Nachfolger von Wiedenfels wird mit sofortiger Wirkung Engelbert Tjeenk Willink, der zuvor unter anderem bis 2012 Mitglied der Unternehmensleitung beim Pharmakonzern Boehringer Ingelheim war. Seine Amtszeit bei Stada läuft vorerst aber nur bis Ende Dezember.

Neuer Finanzchef, ebenfalls nur bis Ende dieses Jahres, soll Bernhard Düttmann werden. Er hatte diesen Posten zuvor bereits beim Chemiekonzern Lanxess und dem Nivea-Hersteller Beiersdorf inne.

Stada-Aktionäre hoffen unterdessen auf eine weitere Übernahme-Offerte der Investoren Bain und Cinven, die mit ihrem ersten Versuch gescheitert waren. Reuters hatte zuvor bereits von einem Insider erfahren, dass der Aufsichtsrat über einen Wechsel an der Spitze des hessischen Arzneimittelherstellers berät. Wiedenfels war vor etwa einem Jahr „bis auf weiteres“ zum Stada-Chef berufen worden, sein Vertrag als gewöhnlicher Vorstand läuft bis 2020.

Stada auch mit neuem Vorstand weiterhin für Verkauf offen

An der wohlwollenden Haltung des Stada-Vorstands zu einem neuen Anlauf der Finanzinvestoren Bain und Cinven, das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt zu schlucken, soll der Wechsel nichts ändern. „Wir setzen unsere Strategie unbeirrt fort“, erklärte Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker. Er galt lange als skeptisch gegenüber einem Verkauf, betonte aber, Stada werde mögliche weitere Offerten „unvoreingenommen prüfen und bewerten“. Tjeenk Willink erklärte, er werde alle Optionen „im Interesse der Aktionäre und der Belegschaft“ abwägen.

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