Governance-Systeme: „Kosten, Ineffizienzen und Frustration auf allen Ebenen“

Sie erinnern sich: Infolge des Siemens-Korruptionsskandals haben Unternehmen auf breiter Front Compliance-Systeme aufgebaut oder aufgestockt. Mit der Finanzkrise geriet dann zunehmend das Risikomanagement in den Fokus, und die interne Revision und andere Kontrollinstanzen haben sowieso an Bedeutung gewonnen. Das Ergebnis beschrieb KPMG-Governance-Experte Jens Laue in seinem #DART11-Vortrag zum „Spannungsfeld zwischen Governance und Wirtschaftlichkeit“ wie folgt: Vielerorts seien Systeme entstanden, „die nebeneinander ihr Dasein fristen“ und nicht ineinander greifen. „Das sorgt für Kosten, Ineffizienzen und Frustration auf allen Ebenen.“ Es sei deshalb höchste Zeit, so Laues Botschaft, „inneffiziente und redundante Systeme zu hinterfragen“. Ebenso wichtig fanden wir seinen Hinweis, dass eine gesunde Unternehmenskultur ein Umfeld schaffen kann, in dem weniger Kontrollen nötig sind. In diesem Sinne: Lasst uns mehr über Kultur sprechen, statt immer neue Regeln und Checklisten zu entwickeln!

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