Familienunternehmen: Wie aus Kindern gute Nachfolger werden

Clemens Maier, Urenkel des Gründers und seit April Chef des Spieleverlags Ravensburger, hat jüngst seine Eltern gelobt. „Ich bin dankbar, dass meine Eltern mir Freiheit bei der Studienwahl ließen und keinen Druck ausübten“, sagte er dem Handelsblatt. Maier studierte VWL und Literatur und arbeitete danach zehn Jahre in London. Was dieser Werdegang mit Corporate Governance zu tun hat?

Leadership im digitalen Zeitalter

Einiges. Denn wenn angesichts der Digitalisierung und zunehmender Komplexität die Rede davon ist, dass Chefs nicht mehr die größten Experten sein können, impliziert das für Familienunternehmen: Die Nachfolger brauchen nicht mehr unbedingt tiefgründiges, akademisches Ingenieurs- oder BWL-Wissen. Wichtiger ist häufig die Fähigkeit, gute Leute zusammenzubringen und ihnen Freiraum zu geben, Ideen zu entwickeln und Projekte voranzutreiben. Das können nach unserer Erfahrung oft Menschen am besten, die sich selbst frei entfalten durften – und in kein Korsett gezwängt wurden.