Leadership: Aufsichtsräte und Vorstände als Gefangene des Zeitgeists?

Deutsche-Bank-Chef John Cryan ist uns unlängst durch eine interessante Aussage aufgefallen: „Die Deutsche Bank war im Zeitgeist gefangen“, konstatierte er mit Blick auf aggressive Wachstumsvorgaben unter seinem Vor-Vorgänger Josef Ackermann. Wir haben uns bei der Lektüre unwillkürlich gefragt: Sind aktuelle Unternehmenschefs derzeit womöglich auch in irgendeinem Zeitgeist gefangen, dessen negative Folgen erst in einigen Jahren offensichtlich werden?

Diversity als Anti-Zeitgeist-Arznei

Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht. Aber Cryans Aussage hat uns daran erinnert, wie wichtig es ist, auch selbstverständlich Scheinendes zu hinterfragen. Das ist schwerer, als man denkt – vor allem, wenn man tief im Thema steckt und Überzeugungen entwickelt hat. Die Lösung? Wir brauchen Sparringspartner mit anderen Denkstrukturen und neuen Perspektiven. Übertragen auf Aufsichtsräte heißt das: Holen Sie Außenseiter und Querdenker in Ihre Gremien, um offen zu diskutieren. Das ist wahre Diversity.