Auch in Europa sehen sich Unternehmen zunehmend mit Kampagnen sogenannter aktivistischer Aktionäre konfrontiert, die auf kurzfristige Veränderungen drängen – seien es neue Aufsichtsräte, der Verkauf von Tochterfirmen oder Sonderausschüttungen. Wie stark der Druck wächst, zeigt eine aktuelle Studie von JP Morgan: Demnach mussten sich europäische Unternehmen in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2017 mit 119 Aktivisten-Angriffen auseinandersetzen. Zum Vergleich: 2012 waren es lediglich 62 Attacken. Zugleich steigt die Erfolgsquote von Aktivisten wie Active Ownership Capital, Paul Singer (Elliott Management) oder Daniel Loeb (Third Point) deutlich: Nachdem es 2012 nur in 29 Prozent der Fälle gelang, einen Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden, lag die Erfolgsquote zuletzt laut JP Morgan bei 46 Prozent.