Vorstandschefs: „Wer führen möchte, muss auch dienen können“

Aufräumen, alte Zöpfe abschneiden oder eine neue Ära einleiten: Wenn neue Vorstandschefs antreten, wird dies bisweilen von einer selbstbewusst-offensiven „Jetzt-komm-ich“-Rhetorik begleitet. Der neue Nestlé-CEO Mark Schneider (51) hebt sich davon wohltuend ab: „Ein Führungswechsel allein sollte nicht gleich Anlass für einen Strategiewechsel sein. Das wird häufig missverstanden“, sagte er dem Manager Magazin.

Leadership: Führen heißt dienen

Bei vielen Unternehmen stehe „der CEO über der Firma“, kritisierte der ehemalige Fresenius-Chef. Er selbst ordne sich zwar nicht „unter“, aber „ein“. Denn: „Wer führen möchte, muss auch dienen können.“ Führung als Dienstleistung fürs Unternehmen und die Stakeholder – diesen Habitus wünschen wir uns öfter. Dafür wäre es sicher hilfreich, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass man „führen“ lernen kann und muss. Leider werden neue Führungskräfte vielerorts jedoch allein gelassen, statt gezielt Leadership-Kompetenzen aufzubauen.