Die Suche nach einem Nachfolger für den Börsenchef läuft

Börsenchef Carsten Kengeter steht wegen der Ermittlungen gegen ihn seit einiger Zeit unter Druck. Nun machen Namen die Runde für seine Nachfolge. Der Aufsichtsrat hat offenbar zwei führende Mitarbeiter des Konzern im Blick.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse sucht offenbar einen Nachfolger für den seit einiger Zeit unter Druck stehenden Börsenchef Carsten Kengeter. Sollte Kengeter aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Insiderhandels abtreten müssen, könnte ein interner Nachfolger präsentiert werden, berichtet die „Wirtschaftswoche“. „Die Frage wurde erörtert und die Namen Andreas Preuß sowie Gregor Pottmeyer sind genannt worden“, zitierte das Magazin eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Im Aufsichtsrat soll Pottmeyer dem Bericht zufolge mehr Rückhalt haben als Preuß. Pottmeyer ist Finanzchef der Börse, der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag erst in diesem Jahr um fünf Jahre verlängert.

Preuß ist offiziell zwar Stellvertreter des Börsenchefs Kengeter, sein Vertrag läuft aber nur noch bis zum Frühjahr. Ein Sprecher der Börse wollte den Bericht nicht kommentieren: „Die Agenda der Themen des Aufsichtsrats diskutieren wir grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit.“

Die Hängepartie um Kengeter drückt auch auf die Stimmung im Unternehmen. Dem Betriebsrat sei aus zahlreichen Gesprächen bekannt, dass die Situation „nicht nur als extrem peinlich empfunden wird, sondern große Unruhe und Besorgnis erzeugt“, erklärten die Arbeitnehmervertreter in einem Schreiben an die Belegschaft, das dem Finanzdienst Reuters vorliegt.

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