Managergehälter: Die Leistung entscheidet? Von wegen.

Ernst Fehr gehört zu den wenigen Wirtschaftswissenschaftlern, die man als Koryphäen bezeichnen darf, ohne in den Verdacht der Anbiederung zu geraten. Mit großer Aufmerksamkeit haben wir deshalb registriert, dass der Züricher Verhaltensökonom und Spitzenreiter des FAZ-Ökonomen-Rankings eine Studie zum Thema Managergehälter erstellt hat.

Boni für erfolglose Vorstandschefs

Fehrs Erkenntnis: Bei rund zwei Dritteln der großen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es „keinen Zusammenhang“ zwischen dem Firmenerfolg und dem Salär des Chefs.  „Der Managerlohn hängt oft von einer Kennzahl wie dem Aktienkurs ab, in den viele vom Management nicht beeinflussbare Effekte wie zum Beispiel die Konjunktur oder die Geldpolitik mit hineinspielen“, kritisiert Fehr. Auf diese Weise würde nicht die Leistung des Vorsitzenden belohnt, sondern ein diffuses Konglomerat an Einflüssen. Und während Manager gut darin seien, bei den Boni negative externe Effekte herausrechnen zu lassen, verkaufen sie positive Einflüsse nur allzu gerne als eigene Leistung.

Aufsichtsräte sind gefordert, ihnen das nicht durchgehen zu lassen (siehe dazu auch die VARD-Leitsätze für Aufsichtsräte).

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