Autobranche: Warum die Deutsche Bank ein Vorbild sein könnte

Abgas-Manipulationen, Kartell-Vorwürfe, Schummelei beim Spritverbrauch: Die Erkenntnisse über das Geschäftsgebaren in der Automobilbranche erinnern inzwischen an das, was infolge der Finanzkrise über die Finanzbranche ans Tageslicht kam. Auch bei den Autobauern haben sich offenbar über Jahre eigene Vorstellungen von ethischer und guter Unternehmensführung etabliert – und zwar firmenübergreifend.

Mehr Kompetenz und Diversity im Aufsichtsrat

Wir sind deshalb überzeugt, dass auch bei VW und Co. tiefgreifende Reformen notwendig sind – und das betrifft vor allem Vorstände und Aufsichtsräte. Wie Unternehmen einen Kulturwandel einleiten können, hat (wenn auch erst mehrere Jahre nach der Finanzkrise) die Deutsche Bank vorgemacht: Mit John Cryan kam ein Vorstandschef ans Ruder, der Fehlentwicklungen schonungslos anspricht und glaubwürdig neue Werte vertritt. Zudem hat Aufsichtsratschef Paul Achleitner für mehr Kompetenz und Diversity im Aufsichtsrat gesorgt (weshalb das Gremium zu unseren aktuellen Top Ten gehört). Die Verantwortlichen bei den Autoherstellern sollten sich daran orientieren – und schnell Corporate-Governance-Reformen einleiten, statt wichtige Zeit zu verschenken.

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