Investoren: Alno-Aufsichtsräte als Erfüllungsgehilfen der Hastors?

Der Stuttgarter Haushaltsgeräte-Hersteller Bauknecht hat schwere Vorwürfe gegen den insolventen Küchenkonzern Alno erhoben: Mitglieder des Aufsichtsrats sollen laut einem Bericht der FAZ noch kürzlich „dem Vorstand Anweisungen gegeben haben, beispielsweise Anwaltskosten des Hauptgesellschafters zu bezahlen und Zinszahlungen zu genehmigen, aber gleichzeitig Lieferantenzahlungen zurückzuhalten“. Bauknecht gehört zu den wichtigsten Lieferanten von Alno und fürchtet angesichts der Insolvenz um offene Forderungen und eine Sanierung allein auf Kosten der Gläubiger. Die Kritik der Stuttgarter zielt auf diejenigen Mitglieder des Aufsichtsrats, die der Hauptgesellschafter Tahoe Investors (Anteil: rund 26 Prozent) berufen hat. Tahoe gehört zur Prevent-Gruppe der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor, die immer wieder durch umstrittene Geschäftspraktiken für Schlagzeilen sorgt.

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