Streit um Constantin Medien: Die gesamte Firmenspitze tritt zurück

Im Streit zwischen dem deutschen Medienunternehmen Constantin Medien und dem Aktionär Bernhard Burgener kommt es zu einem Eklat. Firmenchef Kogel und der gesamte Verwaltungsrat treten zurück.

Im Machtkampf um die Constantin Medien wirft so gut wie die gesamte Firmenspitze des deutschen Medienkonzerns das Handtuch. Am Mittwoch war in München die Hauptversammlung des Unternehmens angesetzt. Dabei wurde bekannt, dass Firmenchef Fred Kogel mit Wirkung auf den 22. September 2017 sein Amt niederlegt. Ferner hat auch der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Dieter Hahn, erklärt, nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Alle weiteren Aufsichtsratsmitglieder haben daraufhin bekanntgegeben, nicht zur Wiederwahl anzutreten.

Dieter Hahn liefert sich seit Jahren einen erbitterten Streit mit Bernhard Burgener um die Kontrolle über die Constantin Medien. Der FC-Basel-Präsident Burgener hält wie sein Widersacher ungefähr 30% der Aktien. Gleichzeitig kontrolliert Burgener aber die Firma Highlight Communications, eine Tochtergesellschaft von Constantin Medien. Innerhalb des umstrittenen Firmengeflechts befindet sich unter anderem die Luzerner Firma Team, welche die Vermarktungsrechte für die Uefa Champions League besitzt.

Der Streit eskalierte vor gut einem Jahr an der letzten Hauptversammlung von Constantin Medien. Damals wurde an der rund zwanzig Stunden dauernden Versammlung Burgener und seinen Verbündeten das Stimmrecht entzogen. Grund dafür war laut der Hahn-Seite, dass Burgener sich die Aktienposition im Geheimen aufgebaut und Meldepflichten verletzt hat. Ein Sachverhalt, der von der Burgener-Seite vehement bestritten wird und zu einer Anfechtungsklage geführt hat.

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