Familienunternehmen: Wie Werner Bahlsen aus Fehlern lernt

Welch verheerende Folgen Streit in Unternehmerfamilien haben kann, hat Werner Bahlsen selbst erlebt: Vor knapp 20 Jahren teilten er und seine Geschwister die Firma auf; Bahlsens Bruder übernahm das Snack-Geschäft und sein Schwager mehrere Immobilien sowie Auslandstöchter. „Wir haben zwar viel über das Geschäft geredet, aber nicht über den Generationenwechsel“, konstatiert der 68-Jährige heute.

Nachfolgeplanung in Familien: Die Kinder frühzeitig einbinden

Dieser Fehler soll sich nicht wiederholen. Bereits vor zwei Jahren haben die Familienmitglieder deshalb eine Familienverfassung entwickelt – unter Anleitung professioneller Coaches. „Darin steht auch, wie die Kinder als Gesellschafter ihre Meinung einbringen können“, sagt Bahlsen. Dieser Dialog fördert das wechselseitige Verständnis: „Was wir nicht wollen, ist, dass eine Generation abdankt und die nächste alles anders machen will“, sagt die 24-jährige Verena Bahlsen, die bereits eng eingebunden ist und derzeit eine Innovationsplattform für die Food-Branche entwickelt. Nachdem das Familienunternehmen bereits vor gut drei Jahren Corporate-Governance-Reformen eingeleitet hat, deutet also vieles auf einen reibungslosen Generationswechsel hin. Wir drücken die Daumen.

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