Familienunternehmen: Wenn der Filius in die Firma drängt

Für viele Kinder ist das Familienunternehmen die Garantie für einen hochdotierten Posten, häufig gar den Chefsessel. Nicht so beim Duisburger Messtechnik-Hersteller Krohne (mehr als 3700 Mitarbeiter, rund 484 Millionen Euro Jahresumsatz): Man habe in der 60-seitigen Familienverfassung festgelegt, dass der – vor allem mit externen Experten  besetzte – Beirat entscheide, ob ein Familienmitglied für Top-Positionen infrage komme, sagte Geschäftsführer Michael Rademacher-Dubbick jetzt im Interview mit dem Handelsblatt.

Nachfolgeplanung: Mindeststandards für ambitionierte Sprösslinge

Die Familienverfassung schreibe sogar vor, dass Familienmitglieder „mindestens die gleichen Voraussetzungen erfüllen müssen wie externe Bewerber: Sie brauchen eine entsprechende Ausbildung an der Universität, Erfahrung in einem anderen Unternehmen – und müssen natürlich ernsthaftes Interesse Leidenschaft, Ideen“, so der Radermacher-Dubbick, der Krohne in vierter Generation leitet. „Ein paar geeignete schauen wir uns jetzt an.“ Zunächst müssten sie sich aber woanders beweisen. Dazu sei mit anderen Familienunternehmen ein „Austauschprogramm für Nachwuchsführungskräfte“ geplant. Wir meinen: gute Idee!

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