Cybersicherheit: Die Chef-Masche und ihre dramatischen Folgen

Eine Welle sogenannter „CEO-Fraud“-Attacken schwappt über die deutsche Wirtschaft. Die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime, angesiedelt bei der Staatsanwaltschaft Köln, ermittelt derzeit laut Handelsblatt in 158 Fällen, in denen sich Betrüger in Emails als Unternehmenschefs ausgegeben und Angestellte zur Überweisung hoher Summen veranlasst haben. Wie das Handelsblatt berichtet, beläuft sich der Schaden auf insgesamt 56 Millionen Euro – aber nur, weil Banken einen Teil der Überweisungen noch rechtzeitig rückgängig machen konnten.

Leadership: Warum guter Führungsstil die Cybersicherheit erhöht

Sonst ginge es um bis zu 150 Millionen Euro (bei hoher Dunkelziffer). Arne Schönbohm, Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – einer der Referenten auf dem 12. Deutschen Aufsichtsratstag (#dart12) im November – rät Unternehmen deshalb dringend, Mitarbeiter zu schulen und Zahlungsprozesse sicher zu organisieren. Wir schließen uns an und ergänzen: Vieles ist schon gewonnen, wenn Angestellte sich im Zweifelsfall trauen, kurzerhand den Chef anzurufen. Ein teamorientierter, nahbarer Führungsstil verbessert also auch die Cybersicherheit.

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