Stada-Turbulenzen: Haben wir zu früh gelobt?

Nach dem Einstieg von Active Ownership Capital (AOC) im letzten Jahr haben wir beim Pharma-Konzern Stada wiederholt Fortschritte in Sachen Corporate Governance gelobt. Angesichts der jüngsten Turbulenzen – der überraschende Wechsel im Vorstand und die Nicht-Entlastung der Ex-Chefs auf der Hauptversammlung – fragen wir uns jedoch: Waren wir womöglich voreilig? Bisweilen hilft bei solchen Fragen ein Blick aufs große Ganze.

Jetzt muss der Stada-Aufsichtsrat liefern

Und der Vergleich mit der Situation vor zwei Jahren zeigt unseres Erachtens: Das Unternehmen steht unterm Strich gut da und ist für Herausforderungen deutlich besser gewappnet. So wird Stada nicht mehr von einem Alleinherrscher geführt, und vor allem ist der Aufsichtsrat deutlich kompetenter besetzt. Deshalb vertrauen wir darauf, dass der abrupte Chef-Wechsel im Juli, die kurzen Amtszeiten der Nachfolger und das Hickhack um die Entlastung der Ex-Chefs vor allem Ausdruck der Aufarbeitung einer schwierigen Vergangenheit sind – und wir hoffen, dass die Aufsichtsräte diese Deutung nun rechtfertigen, indem sie möglichst schnell für Ruhe und Konstanz sorgen. Vor allem im Vorstand.

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