Richemont: Luxusgüterkonzern wechselt halben Verwaltungsrat aus

Der Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont baut seinen Verwaltungsrat radikal um: Die Aktionäre des Genfer Traditionskonzerns wählten am Mittwoch bei der Generalversammlung acht neue Mitglieder in den Verwaltungsrat.

Der Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont hat mit einem radikalen Umbau des Verwaltungsrats die Neuausrichtung und Verjüngung der Führungsmannschaft vorangetrieben. Die Aktionäre des Genfer Traditionskonzerns wählten am Mittwoch bei der Generalversammlung acht neue Mitglieder in den Verwaltungsrat – womit nahezu die Hälfte des Aufsichts- und Strategiegremiums neu besetzt wurde. Bereits zuvor hatte Richemont Konzern-, Finanz- und fast alle Markenchefs ausgewechselt.

Präsident und Konzernchef Johann Rupert betonte, die neuen Verwaltungsratsmitglieder, zu denen auch sein Sohn Anton gehört, würden helfen, das Unternehmen durch eine „Zeit großen Wandels“ zu steuern. Rupert hatte im November bis auf weiteres auch die operative Leitung des Konzerns vom langjährigen Chef Richard Lepeu übernommen.

Der hinter dem französischen Branchenprimus LVMH zweitgrößte Hersteller von edlen Uhren, Schmuck, teurer Bekleidung und Lederwaren kämpft mit Nachfrageflaute und Gewinneinbruch. Vor allem das flaue Geschäft mit Luxusuhren in China machte Richemont zuletzt zu schaffen. Mit teuren Zeitmessern der Marken IWC, Piaget oder Jaeger le Coultre erzielt das Unternehmen mehr als ein Viertel des Umsatzes. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 schrumpften die Verkaufserlöse um vier Prozent und der Gewinn sackte um fast die Hälfte auf 1,21 Milliarden Euro ab – auch weil die Schweizer von Händlern unverkaufte Produkte zurücknahmen und ihnen dafür den Gegenwert gutschrieben.

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