Schlecker-Prozess: Der fatale Führungsstil des Patriarchen

Das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Drogerieunternehmer Anton Schlecker entwickelt sich immer mehr zum Lehrstück für Familienunternehmer. Denn Zeugenaussagen gewähren tiefe Einblicke in den Führungsstil des Patriarchen. Schlecker habe Widerspruch nicht akzeptiert, sagte die frühere Chefin einer Tochterfirma am Montag vor dem Landgericht Stuttgart. Das habe zu schlimmen Fehlentscheidungen geführt und den Niedergang beschleunigt.

Manager sagten, was der Chef hören wollte

Von den Führungskräften, so die Zeugin, habe niemand dagegen gehalten: „Die erzählten Schlecker, was er hören wollte.“ Die Drogeriekette – ein Familienunternehmen – war bereits im Jahr 2012 in die Insolvenz gerutscht; in dem Prozess geht es nun um den Vorwurf des vorsätzlichen Bankrotts.

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