Adidas-Chef Kasper Rorsted: Der distanzierte Teamplayer

Dem Dänen Kasper Rorsted (55) haftet der Ruf an, unnahbar zu sein. Und was früher eine Selbstverständlichkeit war, gilt im Zeitalter teamorientierter Leadership eher als Makel. Wir haben jedoch den Eindruck: Rorsted vermag Teamspirit und Distanz so gut zu kombinieren wie nur wenige andere Dax-Chefs. So begründete er die Tatsache, dass er bei seinem Wechsel von Henkel zu Adidas keine Vertrauten mitgenommen habe, jetzt im Manager-Magazin-Interview wie folgt: „In jedem Konzern arbeiten gute Leute, man muss sich nur die Mühe machen, sie herauszusuchen.“

Boni: „Wir sind schließlich ein Team“

Sein Motto laute: „Be friendly, but not friends.“ Sobald Chefs zu bestimmten Leuten ein persönliches Verhältnis pflegen, drohe ein „Ungleichgewicht“. Schließlich fühlen sich dann Einzelne ausgeschlossen – was wiederum Gift für den Teamspirit ist. Um selbigen stärker zu fördern, hat Rorsted die Boni des Topmanagements reformiert: Sie hängen jetzt stärker von den Erfolgen des gesamten Unternehmens ab. „Wir sind schließlich ein Team“, sagt er.

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