Pharmakonzern Stada: Jetzt spricht Ex-Aufsichtsratschef Oetker

Nachdem in der „Bild am Sonntag“ schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben wurden, hat der ehemalige Stada-Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker genau eine Woche später in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ dagegen gehalten. Dabei hob er hervor, dass dem früheren Vorstandschef Hartmut Retzlaff nicht die gesamte Abfindung ausgezahlt worden sei: „Eine große Tranche ist weiterhin eingefroren“, sagte Oetker.

Millionen-Abfindung statt fristlose Kündigung

Die „Bild am Sonntag“ hatte die Frage aufgeworfen, ob „Pudding-Erbe“ Oetker als Aufsichtsratschef „Millionen verschwendet“ hat, indem er 2016 eine 7-Millionen-Euro-Abfindung absegnete (zzgl. drei Millionen Restgehalt). Retzlaff soll angeblich einen Audi auf Konzernkosten verschenkt und Beraterverträge ohne erkennbare Gegenleistung abgeschlossen haben. Die Kanzlei Freshfields habe damals „zu einem Aufhebungsvertrag geraten“, sagte Oetker nun. „Die Erfolgswahrscheinlichkeit für eine fristlose Kündigung haben die Juristen unter 50 Prozent angesehen.“ Es sei aber festgeschrieben worden, dass Retzlaff „im Fall neuer Erkenntnisse“ zur Verantwortung gezogen werden könne.

DCGIBoardNews

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