Leadership & Politik: Wie Manager am besten gegen Populismus kämpfen

Siemens-Chef Joe Kaeser wird nicht müde, sich zu politischen Fragen zu äußern. Im Spiegel warnte er jüngst vor einer „Spaltung der Gesellschaft“, und die Fusion der Siemens-Bahnsparte mit dem französischen Wettbewerber Alstom nutzte er für ein Bekenntnis zu Europa: „Der europäische Geist lebt“. Auch VW-Chef Michael Müller und Airbus-Boss Thomas Enders haben sich klar positioniert. Wie gesagt: Wir finden es gerade in Zeiten eines aufkeimenden Populismus richtig und wichtig, dass sich Manager zu ihren Werten bekennen – zumal offene Gesellschaften auch im Interesse der Unternehmen sind.

Bad Governance & Boni-Exzesse als Nährboden des Populismus

Allerdings haben Top-Manager einen wirksameren Hebel als politische Statements. Denn die Lieblingswaffe der Populisten von Links und Rechts sind Attacken auf „Eliten“ in Politik und Wirtschaft, die ein System geschaffen haben, von dem angeblich nur sie selbst profitieren. Und wie können Vorstände und Aufsichtsräte derlei Pauschalkritik am besten kontern? Genau: mit guter Unternehmensführung – insbesondere werteorientierten Leadership-Konzepten und angemessene Managergehältern. In diesem Sinne: Reden ist gut, Governance ist besser.

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