Mark Schneider, der seit Jahresbeginn den Schweizer Konzern Nestlé führt, konzentriert sich voll auf seine neue Aufgabe. Er habe sämtliche anderen Mandate niedergelegt und sei somit „all-in“, sagte er jüngst vor Investoren in London. Eine Botschaft, die gut angekommen sein dürfte – zumal aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse untermauern: Wenn der Vorstandschef auch auf anderen Hochzeiten tanzt, geht das häufig zulasten der Rendite.

Mehr als ein externes Mandat? Vorsicht!

So zeigt eine neue Studie aus den USA: CEOs, die mehr als ein externes Board-Mandat annehmen, liefern im Schnitt eine schlechtere Performance. Übertragen aufs deutsche Two-Tier-System hieße das: Ein Vorstandschef sollte höchstens ein Aufsichtsrat-Mandat annehmen. Wir ergänzen: Ein solches Mandat kann durchaus sinnvoll sein, um den Blick zu weiten und damit sozusagen die eigene „Diversity“ auszubauen (siehe dazu auch unsere „Diversity“-Philosophie und das zugehörige Ranking). Gerade für neue Chefs dürfte die Belastung jedoch schnell zu hoch werden. Im Zweifel ist uns deshalb die Schneidersche All-In-Strategie lieber.