Lieferketten: Was ist eigentlich mit den Menschenrechten?

Die Achtung der Menschenrechte ist elementarer Bestandteil guter Unternehmensführung. Klingt selbstverständlich – ist in der Praxis aber häufig schwer umsetzbar. Oder wissen Sie genau, woher die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Ihrem Unternehmen kommen? Und unter welchen Bedingungen sie gefördert bzw. hergestellt werden? Wir meinen: Unternehmen müssen dies trotz aller damit verbundenen Herausforderungen intensiv prüfen und sich im Zweifel von Zulieferern trennen. Weil es ethisch geboten ist – und weil Reputationsschäden oder gar Kundenboykotte drohen, wenn sich herausstellt, dass Unternehmen indirekt unmenschliche Arbeitsbedingungen in ihren Lieferketten unterstützen oder gar davon profitieren.

Besonders wichtig: Risikomanagementsysteme verbessern

Wir denken da nicht nur an Konfliktmineralien aus Bürgerkriegsgebieten, sondern auch an Textilien aus einsturzgefährdeten Fabriken in Bangladesch, an Kaffeebohnen von Kinderarbeitsplantagen und vieles mehr. Doch leider konstatieren Experten, dass die Risikomanagementsysteme vieler Unternehmen noch nicht vollständig auf Menschenrechtsverletzungen eingestellt sind. Wir meinen: Das Thema gehört in Vorständen und Aufsichtsräten auf die Tagesordnung. Nicht nur die Aktionäre werden es Ihnen danken.