Studie: Nur jeder fünfte Aufsichtsrat stammt aus dem Ausland

Eine aktuelle Analyse von EY zeigt: Während die Dax-30-Unternehmen einen immer größeren Anteil ihres Umsatzes jenseits deutscher Grenzen erzielen, bleibt der Anteil der Ausländer in den Vorständen und Aufsichtsräten überschaubar. Bei den Vorständen ist es im Durchschnitt ein Drittel, wobei FMC und Adidas mit je 71 Prozent die höchsten Quoten melden. Was die Aufsichtsräte angeht, lohnt sich ein differenzierter Blick: Die Kapitalseite schickt immerhin rund 31 Prozent Ausländer ins Rennen, während die Arbeitnehmer gerade mal auf eine Quote von acht Prozent kommen. Insgesamt stammt damit nur jeder fünfte Aufsichtsrat aus dem Ausland.

Aufsichtsräte: Mauscheleien statt Diversity?

Die Arbeit der Aufsichtsräte, konstatiert EY-Governance-Experte Mathieu Meyer, „könnte durchaus von einer größeren Vielfalt profitieren“. Dass die Arbeitnehmer künftig mehr Ausländer in die Gremien schicken, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Schließlich sind nur die Mitarbeiter in Deutschland wahlberechtigt, was Kritikern im Zeitalter der Globalisierung als Anachronismus erscheint und zudem Mauscheleien fördern kann.

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