Vorstands-Umbau ist erneut geplatzt

Güterbahn-Chef Jürgen Wilder wird nicht zum Logistik-Vorstand der Deutschen Bahn befördert. Laut Medienberichten ist die Sitzung des Aufsichtsrats erneut geplatzt. Auch weitere Personalien bleiben damit offen.

Das Ringen bei der Deutschen Bahn um die Besetzung von drei zentralen Vorstandsposten nimmt kein Ende. „Die Sitzung zur Berufung der Vorstände an diesem Donnerstag wird abgesagt“, sagte ein Mitglied des Gremiums am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtet über eine Absage der Sitzung. Damit ist auch der zweite Anlauf zur Beförderung von Güterbahn-Chef Jürgen Wilder zum Konzern-Vorstand für Transport und Logistik gescheitert.

In Aufsichtsratskreisen hieß es, es werde nun auch nicht weiter versucht, ihn gegen den Widerstand von Arbeitnehmervertretern durchzusetzen. Neben der Arbeitnehmerseite hatten auch die SPD-Vertreter im Gremium ihm keine Unterstützung signalisiert. Der Logistik-Vorstand hat die Verantwortung für die Güterbahn DB Cargo sowie die Spedition DB Schenker (Lkw, Schiff, Flugzeug) und damit über 100.000 Mitarbeiter. Wilder wird nach Mitteilung der Bahn nun Ende Oktober auch als DB-Cargo-Chef aufhören.

Bereits im Sommer war wegen des Widerstandes gegen Wilder eine Sitzung kurzfristig abgesagt worden. Überraschend wurde jetzt ein neuer Versuch gestartet, obwohl der Aufsichtsrat nach der Bundestagswahl neu besetzt wird und die SPD-Vertreter voraussichtlich ausscheiden. Wilder steht in der Kritik, da er im vergangenen Jahr einen Sanierungskurs für DB Cargo mit dem Abbau von mehr als 2000 Stellen angestoßen hatte. Den musste er nach massiven Verspätungen und Protesten von Kunden etwa aus der Stahlindustrie korrigieren.

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