Die Persil-Story

Die Henkel-Familie gehört zu den mächtigsten Unternehmer-Clans in Deutschland. Nur wenig dringt von der erfolgreichen Familie an die Öffentlichkeit. Doch hinter den Kulissen lief nicht immer alles harmonisch ab, zeigt ein Film des ZDF.

Weiß wie ihr berühmtes Waschmittel Persil ist das Image der Familie Henkel. Doch intern gibt es im erfolgreichen Düsseldorfer Clan auch Stoff für Konflikte, von denen nur wenig bekannt wird. Christoph Henkel, einer der größten Einzelaktionäre des Kleb- und Waschmittelkonzerns, wollte seinerzeit an die Spitze des Familienkonzerns rücken. Der 59-Jährige hatte sich auch erhofft, Chef des wichtigen Gesellschafterausschusses zu werden, wo die Interessen der Familie gebündelt sind. „Ja, selbstverständlich“, sagt er in dem Beitrag „Die Persil-Story“.

Aber damals, 2009, machte Simone Bagel-Trah aus der Eigentümer-Familie das Rennen und übernahm den Vorsitz des mächtigen Gremiums bei Henkel. „Man muss sich als einzelne Person auch mal zurückstellen“, gibt sich Christoph Henkel heute einsichtig, räumt aber ein: „Das war nicht immer ganz einfach, das gebe ich unumwunden zu.“ Aber Christoph Henkel macht – typisch für das Familienunternehmen – klar, dass Bagel-Trah die richtige Person für den Posten sei.

Denn letztlich fügen sich die Familienmitglieder den gemeinsamen Entscheidungen. „Wenn es wirklich darauf ankommt, dann stehen die alle zusammen“, versichert Ex-Aufsichtsratschef Albrecht Woeste in dem Fernsehbeitrag. Denn das Unternehmen, das Fritz Henkel 1876 Jahren gründete, hat einen Grundsatz, an den sich am Schluss alle halten. „Die Unternehmensinteressen stehen an allererster Stelle, die Familieninteressen kommen danach“, betont Bagel-Trah, die als Vertreterin der fünften Generation heute sowohl den Aufsichtsrat als auch den Gesellschafterausschuss leitet. Die Familie hat auch schon früh dafür gesorgt, dass familienfremde Manager an die Spitze rücken.

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