Continental: Die Montessori-Schule für Manager

Die Anhänger der Montessori-Philosophie wollen Kinder zu „Baumeistern ihrer Selbst“ machen und setzen deshalb schon in jungen Jahren auf Eigenverantwortung und selbstständiges Lernen. Nun sind wir, wie Sie vermutlich wissen oder zumindest ahnen, keine Pädagogen. Deshalb überlassen wir die Debatte über Vor- und Nachteile dieser Philosophie für Kindergarten- und Schulkinder lieber anderen. Aber Eines ist aus unserer Sicht klar: Spätestens in der Berufsausbildung brauchen wir mehr Montessori-Geist.

3-D-Druck: Der Azubi erklärt’s dem Chef

Schließlich müssen Unternehmen angesichts der rasanten Digitalisierung innovativer und agiler werden – und das gelingt nur mit Mitarbeitern, die selbständig denken und arbeiten. Der Autozulieferer Continental geht deshalb neue Wege bei der Ausbildung des Nachwuchses, über die „Capital“ in einem lesenswerten Beitrag berichtet: Azubis werden kaum noch klassisch geschult; stattdessen gilt „learning by doing“. Besonders spannend: Sie arbeiten sich selbstständig in Technologien wie den 3-D-Druck ein – und coachen dann ältere Kollegen und Vorgesetzte („Jung coacht Alt“). Sie sind also nicht nur „Baumeister ihrer Selbst“, sondern auch von anderen (und damit von Anfang an respektierte Mitglieder des Teams). Maria Montessori hätte es gefallen.

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