Mitarbeiterbeteiligungen: Gut für die Gesellschaft, gut für die Wirtschaft

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Angesichts der digitalen Transformation, die den Faktor „Arbeit“ schwächen wird, halten wir Mitarbeiterbeteiligungen für ein enorm wichtiges Instrument. Denn sie können einen Beitrag leisten, „digitale Dividenden“ fairer zu verteilen und eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Allerdings wird in diesem Zusammenhang bislang lieber über „Roboter-Steuern“ oder ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ diskutiert – Konzepte, die eine komplexe Umverteilung vorsehen (statt eine veränderte Verteilung).

Motiviertere Mitarbeiter, erfolgreichere Startups

Immerhin kommt nun die Debatte in Schwung: Nachdem prominente Gründer bessere gesetzliche Rahmenbedingungen angemahnt haben, ziehen die Konzerne nach. Vorstände von Siemens, Bilfinger, K+S und anderen haben in dieser Woche mit dem Deutschen Aktieninstitut und Professoren eine Kampagne für Mitarbeiteraktien gestartet. Im „Berliner Appell für mehr Vermögensbildung in Mitarbeiterhand“ fordern sie insbesondere, den Steuer-Freibetrag von 360 Euro auf mindestens 3000 Euro pro Jahr anzuheben. Das Kalkül ist klar: Beteiligungen fördern Motivation, Engagement und unternehmerisches Denken – Faktoren, die angesichts des rasanten digitalen Wandels wichtiger sind denn je. Wir meinen: Wer Mitarbeiterbeteiligungen fördert, kann dadurch manche komplexe Umverteilungsmechanismen obsolet machen. Die Abschaffung von Steuernachteilen wäre ein guter Anfang.

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