Steueraffäre Fahrenschon: Eine Mahnung für alle Aufsichtsräte

Ein ehemaliger Landesfinanzminister, der seine Steuererklärungen deutlich zu spät abgibt und dafür einen Strafbefehl kassiert: Die Steueraffäre um den CSU-Politiker und Sparkassenpräsidenten Georg Fahrenschon hat ein gewaltiges Medienecho ausgelöst. Kern des Problems sind nach seiner Darstellung Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen, die er zwischen 2012 und 2014 kassierte. Denn wegen dieser Einnahmen war er verpflichtet, Steuererklärungen abzugeben – obwohl er beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband dem Lohnsteuerabzug unterlag.

Ein Sparkassen-Präsident sammelt Mandate

Der Strafbefehl zeigt: Aufsichtsräte sollten ihre Steuerpflicht ernst nehmen, denn der Fiskus versteht keinen Spaß – und kann auch Verspätungen als vorsätzliche Hinterziehung werten. Fahrenschon sitzt in zahlreichen Aufsichtsgremien, unter anderem bei der KfW, der Landesbank Hessen-Thüringen, der Berlin Hyp AG und der Deutschen Leasing AG.

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