Nachfolgeplanung: Fabers Lehrstunde für den Bayern-München-Aufsichtsrat

„Der neue Börsenchef ist schon jetzt eine Enttäuschung“, kommentierte die „Welt“, nachdem die Deutsche Börse Ende letzter Woche mit Theodor Weimer (57) den Nachfolger von Carsten Kengeter präsentiert hatte. Es sei „wieder ein Investmentbanker, […] wieder ein Mann – und sogar älter als sein Vorgänger“. Für einen echten Neuanfang, so das Fazit, gebe es somit keine Hoffnung mehr. Wir sehen das anders. Denn Weimer hat bei der HypoVereinsbank (HVB) einen guten Job gemacht und die Digitalisierung entschlossen vorangetrieben.

Anforderungsprofil definiert – und den Richtigen gefunden

Als Finanzprofi mit langjähriger Führungserfahrung und gutem Draht in die Politik passt er zudem genau in das Anforderungsprofil von Aufsichtsratschef Joachim Faber, dass dieser frühzeitig offengelegt hatte. Nach dem mehr als ärgerlichen Insider-Skandals hat Faber damit eine gute Nachfolgeplanung beweisen – und wie erhofft den Karren wieder aus dem Dreck gezogen. Daraus lernt hoffentlich auch Weimer: Als Aufsichtsrat des FC Bayern München, wo im Zweifel die Vorgänger zurückgeholt werden (siehe Hoeneß, Heynckes und zuletzt Müller-Wohlfahrt), könnte er in Sachen Nachfolgeplanung durchaus ein paar Tipps gebrauchen.

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