DART-Splitter I: Startschuss für die Debatte über die Kodex-Reform

Der Vorsitzende der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, Rolf Nonnenmacher, hat am Freitag auf dem 12. DART seine Gedanken zur anstehenden Reform erläutert und damit die Reformdebatte eröffnet. Das Regelwerk solle „noch relevanter und verständlicher werden“, kündigt er an. Aktuell leide der Corporate Governance Kodex zum Beispiel daran, dass das Ziel der Wiedergabe gesetzlicher Vorschriften „zu akribisch verfolgt“ worden sei. Zudem müsse man über die Struktur diskutieren und Empfehlungen überprüfen – auch, indem man sie mit Leitlinien von Investoren vergleicht.

Unabhängigkeit von Aufsichtsräten und Managergehälter

Zwei Aspekte seien dabei besonders wichtig: Die Unabhängigkeit von Aufsichtsräten sowie die Vorstandsvergütungen. Skeptisch äußerte sich Nonnenmacher zum „Dehnen-Papier“, also dem aktuellen Entwurf für einen neuen Kodex, der sich grundlegend von der bisherigen Version unterscheidet und aus 20 rägnanten Prinzipien besteht (KODEX2018). Auf eine detaillierte Begründung verzichtete er, kündigte jedoch intensive Gespräche und Diskussionen mit Investoren, Aufsichtsräten und anderen Interessierten an. Im zweiten Quartal 2019 soll dann ein offizieller Entwurf vorliegen.

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