BMW-Boss Harald Krüger: Warum Manager Mut machen müssen

Wer sich hierzulande Optimismus erlaubt, muss derzeit damit rechnen, dass er belächelt wird. Der hat die Wucht der Veränderungen, die uns im Zuge der digitalen Transformation bevorstehen, immer noch nicht verstanden, ist dann oft zu hören. Während sich lautstarke Mahner als weitsichtige Digital-Versteher positionieren, landen Optimisten schnell in der Schublade für kurzsichtige bis naive Analog-Denker. Deshalb erfordert es Mut, Mut zu machen – und BMW-Vorstandschef Harald Krüger hat diesen Mut.

Digitalisierung: Begeisterung auslösen statt Blockaden

„Ich bin fest überzeugt: Die Transformation wird die Automobilindustrie noch stärker machen“, schrieb er jüngst in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.  Denn das Know-how der deutschen Autobauer und „Tugenden wie Erfindergeist, Präzision und Fleiß“ seien gerade in disruptiven Zeiten wertvoll. Wir sind zwar nicht sicher, ob BMW, Daimler, VW & Co. in Sachen Erfindergeist bereits dort sind, wo sie sein sollten. Aber klar ist: Sie wandeln sich rapide – und Manager müssen gerade in solchen Phasen nicht nur Risiken skizzieren, sondern auch Chancen betonen. Nur so können sie Mitarbeiter ermutigen und optimalerweise begeistern, den Wandel anzunehmen statt in Schockstarre oder eine Blockade-Haltung zu verfallen. Und dann klappt‘s auch mit dem Erfindergeist.