Flughafen Köln-Bonn: Warum Friedrich Merz eine gute Wahl ist

Nach einer Hängepartie hat es Friedrich Merz doch noch geschafft: Am Montag hat der Aufsichtsrat des Flughafens Köln-Bonn den Ex-CDU-Politiker zum neuen Vorsitzenden gewählt. Damit hat die schwarz-gelbe Landesregierung eine Personalie durchgesetzt, die insbesondere die SPD harsch kritisiert hatte: Da Merz zugleich Chairman von BlackRock Deutschland sei, drohten erhebliche Interessenkonflikte, hieß es. Schließlich sei der US-Finanzgigant an zahlreichen anderen Flughäfen und Fluggesellschaften beteiligt.

Warum der vermeintliche Interessenkonflikt keiner ist

Wer so argumentiert, sollte sich näher mit dem Geschäftsmodell von BlackRock befassen: Das Investmenthaus investiert das Geld seiner Kunden überwiegend in Indexfonds, die breit gestreut am Aktienmarkt anlegen. Da sind automatisch auch mal Flughafen-Anteile dabei – aber in begrenztem Rahmen. Zudem ist Merz kein operativer Manager, sondern eine Art Aufsichtsratschef. Einen schweren Interessenkonflikt zu konstatieren, erscheint uns deshalb weder sachgerecht noch fair. Unabhängig davon ist es erfreulich, dass ein Aufsichtsratschef antritt, der zwar politischen Stallgeruch hat – aber eben auch wirtschaftliche Kompetenz und Erfahrung. Für ein staatliches Unternehmen (NRW, dem Bund und den Städten Köln/Bonn gehören je rund ein Drittel der Anteile) ist das doch schon mal nicht schlecht.

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