Beate Uhse AG: Welche Verantwortung trägt das Trio im Aufsichtsrat?

Ein Insolvenzantrag ist nicht nur für das Management, sondern auch für den Aufsichtsrat eine schmerzliche Niederlage. Insofern dürften die drei Aufsichtsräte des Erotikkonzerns Beate Uhse derzeit harte Zeiten durchleben – zumal sie bereits seit vielen Jahren im Kontrollgremium sitzen: Ex-Chef und Großaktionär Gerard Cok wurde bereits 2008 Aufsichtsratsvorsitzender; nur ein Jahr später holte er Andreas Bartmann (Geschäftsführer des Outdoor-Händlers Globetrotter) an seine Seite. 2011 komplettierte der Wirtschaftsprüfer Udo Bensing das Trio.

„Zahlreiche Managementwechsel, strategische Fehler“

Angesichts der langjährigen Verantwortung wirft die Pressemitteilung der Beate Uhse AG kein gutes Licht auf die Aufsichtsratsmitglieder. Die Gruppe habe „in den letzten Jahren unter zahlreichen Managementwechseln und strategischen Fehlentscheidungen gelitten“, heißt es darin. „Der Ausbau des Online-Handels wurde zögerlich und unsystematisch betrieben, wichtige Entwicklungen im stationären Handel wurden verpasst, die Produktpolitik war nicht strategisch, sondern zufällig und reaktiv.“ Bei derart eklatanten Versäumnissen drängt sich uns die Frage auf: Warum hat der Aufsichtsrat nicht früher eingegriffen?

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