Hauke Stars, Melanie Kreis & Co: Verdienen weibliche Vorstände weniger?

In ihrem aktuellen „Gender Diversity Index“ hat die Unternehmensberatung BCG unter anderem herausgearbeitet, wie viel weibliche Vorstände im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen verdienen. Das Ergebnis: Im Schnitt sind es 30 Prozent weniger. So kassiert Deutsche-Börse-Managerin Hauke Stars lediglich 71 Prozent des Durchschnitts ihrer Vorstandskollegen (ohne CEO). Besonders schlecht weg kommt Deutsche-Post-DHL-Finanzchefin Melanie Kreis, die gerade mal ein Drittel erreicht. Managerinnen wie Claudia Hoyer (TAG Immobilien) oder Eva Kienle (KWS Saat), die auf männlichem Niveau oder sogar knapp drüber liegen, seien die Ausnahme, so die Botschaft.

Vergütungsberater widersprechen verhement

Und auch in Aufsichtsräten gebe es eine Geschlechter-„Pay-Gap“ von durchschnittlich 20 Prozent. Vergütungsberater wie Michael Kramarsch (hkp group) und Sebastian Pacher (Kienbaum) widersprachen den BCG-Zahlen allerdings kurz nach Veröffentlichung vehement. Wir können das aus der Ferne nicht beurteilen, möchten aber darauf hinweisen: Wenn es eine Diskrepanz gibt, sollten Aufsichtsräte sie ausgleichen, indem sie das Niveau der Männer senken. Denn die Managergehälter sind vielerorts immer noch zu hoch – und damit eine Steilvorlage für Populisten.

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