Bosch-Chef Volkmar Denner: Mitarbeiter befähigen – und nicht entlassen

Keine Frage: Die digitale Transformation eines Unternehmens wird scheitern, wenn Mitarbeiter aus Angst um ihren Arbeitsplatz Veränderungen blockieren. Weitsichtige Manager – sei es bei Mittelständlern wie der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin oder bei Großkonzernen wie BMW – haben deshalb in diesen Monaten eine wichtige Botschaft: Wir wollen im Zuge der Digitalisierung Tätigkeiten ersetzen – aber keine Arbeitsplätze. Vielmehr sollen Künstliche Intelligenz und neue Technologien wie der 3-D-Druck Angestellte von monotonen Fleißarbeiten entlasten und Raum schaffen für spannendere Aufgaben und bessere Produkte und Dienstleistungen.

Digitalisierung & Jobs: Wann Botschaften glaubwürdig sind

Glaubwürdig sind solche Botschaften nur, wenn die Mitarbeiter zugleich die Chance bekommen, sich weiterzubilden. Wie bei Bosch: CEO Volkmar Denner hat angekündigt, das Unternehmen zu einer „Learning Company“ zu machen, in der Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter „integraler Bestandteil der Firmenstrategie wird“. Es reiche nicht, so Denner, „hin und wieder ein Seminar“ zu besuchen und danach weiterzumachen wie bisher. Deshalb entstehen bei Bosch derzeit Dutzende Foren für selbstorganisiertes Lernen, bei denen sich je fünf Mitarbeiter einmal pro Woche treffen, um ihr Wissen über ein selbstgewähltes Thema zu vertiefen. Es gelte, so Denner, Arbeit und Lernen als Einheit zu verstehen.

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