Zumtobel: Aufsichtsrat führt „Zukunftsgespräche“ mit dem Konzernchef

Seit Monaten ist bei Zumtobel von einer angespannten Situation die Rede. Wird Ulrich Schumacher seinen Posten als Konzernchef räumen? Das ist offenbar nicht so eindeutig, wie es nach ersten Meldungen aus dem Aufsichtsrat den Anschein hatte. Wesentlich klarer ist die Situation bei Karin Sonnenmoser als Finanzchefin.

Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel und sein Vorstandsvorsitzender Ulrich Schumacher führen Gespräche zur Zukunft des Unternehmens. Eine Option ist die einvernehmliche Trennung von Schumacher, es gebe aber auch Zukunftsszenarien mit ihm, versicherte der Zumtobel-Chef.
Der Aufsichtsrat veröffentlichte kurz zuvor eine Mitteilung, laut der Schumacher in einem Schreiben an den Aufsichtsrat Gespräche über eine einvernehmliche Aufhebung seines Vertrags angeboten habe. Auf APA-Nachfrage erklärte Zumtobel-Pressesprecherin Simone Deitmer, dass der Aufsichtsrat diese Gespräche aufnehmen werde.
Wenig später ließ allerdings Schumacher ausrichten, dass eine Trennung lediglich eine Möglichkeit sei. Er habe dem Aufsichtsrat in einem Brief mehrere Optionen zur Weiterführung des Unternehmens aufgezeigt, die Gespräche würden „ergebnisoffen“ geführt. Er stehe als Vorstandsvorsitzender weiter zur Verfügung, sollte sich der Aufsichtsrat auf eine andere Option als die der Trennung verständigen.

Aufsichtsrat: Karin Sonnenmoser bleibt

Wesentlich klarer als bei Schumacher ist die Situation rund um Karin Sonnenmoser: Sie soll laut Aufsichtsrat fix als Chefin des Finanzressorts an Bord bleiben.

Ein „ähnlich lautendes Angebot“ wie das von Schumacher habe man abgelehnt, so der Aufsichtsrat. Mehr dazu: Zumtobel kommentiert Gerüchte über möglichen Wechsel im Vorstand nicht >>

Man habe der Chefin des Finanzressorts volle Unterstützung zugesagt und sie um die Fortsetzung ihrer Arbeit gebeten, hieß es in dem Statement des Aufsichtsratsgremiums.

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