Ergo Group: Aufsichtsrat stellt Vertriebsvorstand Schinnenburg frei

Der Ergo-Aufsichtsrat um Joachim Wenning, Vorstandschef der Muttergesellschaft Munich Re, hat sich mit sofortiger Wirkung von Vertriebsvorstand Stephan Schinnenburg getrennt. Laut Medienberichten sind dem 57-Jährige rabiate Methoden und ein rauer Umgangston zum Verhängnis geworden. So soll Schinnenburg Führungskräfte aufgefordert haben, ihm Kollegen zu nennen, die sich „negativ über die Vertriebsziele geäußert“ haben.

„Hängen lassen, bis sie stinken“

Die Genannten wollte er dann „sinnbildlich an den Türrahmen nageln und dort so lange hängen lassen, bis sie stänken“, berichtet das Manager Magazin. Zudem hat der Top-Manager angeblich während eines Einzelgesprächs gedroht, „keine Gefangenen zu machen“ und „jeden zu erschießen“, den er dabei erwische, Ziele infrage zu stellen.“ Zum interimistischen Nachfolger von Schinnenburg ernannte der Aufsichtsrat der Ergo Group, dem neben Gremienchef Wenning unter anderem der Unternehmer Markus Miele und der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen angehören, den Vorstand der Lebensversicherungstochter, Michael Fauser.

DCGIBoardNews

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