Karl-Walter Freitag vs. Paul Achleitner: Showdown in Frankfurt

Wenn sich der Aktionär und Berufsopponent Karl-Walter Freitag auf Hauptversammlungen zu Wort meldet, hören Vorstände und Aufsichtsräte genau hin. Denn der streitlustige Freitag legt immer wieder den Finger in die Wunde – und schreckt auch nicht davor zurück, vor Gericht zu ziehen. Zu seinen Lieblingsgegnern gehört die Deutsche Bank, und laut Manager Magazin will er auf der Hauptversammlung im Mai nun eine Sonderprüfung durchsetzen. Freitag will demnach wissen, wie der umstrittene Alexander Schütz zu seinem Aufsichtsratsmandat bei der Deutschen Bank kam.

Wurde Aufsichtsrat Schütz „mithilfe externer Erxperten“ bestellt?

Der Berufsaktionär argwöhnt dem Bericht des Manager Magazin zufolge, dass es eine Gegenleistung für die Kapitalspritze des chinesischen Großaktionärs HNA ist. Die Deutsche Bank bestreite das. Allerdings hat Aufsichtsratschef Paul Achleitner offenbar selbst für Verwirrung gesorgt. So habe er auf der Hauptversammlung 2017 gesagt, Schütz sei „mithilfe externer Experten“ bestellt worden, berichtet das Manager Magazin. Später habe ein Jurist der Bank klargestellt, dass sie Achleitners Aussage allgemein auf die Auswahl von Kandidaten beziehe – und nicht konkret auf Schütz. Dieser seit hiermit vorsorglich an die VARD-Berufsgrundsätze erinnert.

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