SAP: Wie Bill McDermott die Künstliche Intelligenz zähmen will

Sabine Bendiek hat es bereits auf dem 12. Deutschen Aufsichtsratstag im November (#DART12) angemahnt: Im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) seien Transparenz und hohe ethische Standards von entscheidender Bedeutung, sagte die Chefin von Microsoft Deutschland vor den versammelten Aufsichtsräten. Schließlich bestehe die große Gefahr, dass sich KI-Systeme verselbstständigen und in die falsche Richtung entwickeln.So habe sich der Chatbot Tay binnen kürzester Zeit zum Rassisten entwickelt.

Ein „kategorischer Imperativ“ für Roboter – richtig so

Diese Gefahr erkennen immer mehr Verantwortliche – und handeln. So hat der SAP-Vorstand um Bill McDermott ein Team zusammengestellt, dass derzeit einen KI-Verhaltenskodex erarbeitet. Man wolle einen „kategorischen Imperativ fürs maschinelle Lernen entwickeln“, sagt der verantwortliche SAP-Manager Markus Noga. Konkret bedeute das: „Baue keinen Algorithmus, der etwas tut, was auch Menschen nicht tun sollten.“ Zudem setzt der Walldorfer Softwarekonzern auf Transparenz: Das Regelwerk sieht vor, dass Kunden Einblick in die Algorithmen erhalten. Wir meinen: Das ist nicht nur ethisch geboten, sondern auch im ureigensten Interesse der Unternehmen. Denn neue Technologien werden sich langfristig nur durchsetzen, wenn Kunden ihnen vertrauen.

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