Waffenschmiede Heckler & Koch: Welche Fragen der Aufsichtsrat aufwirft

Andreas Heeschen, Großaktionär des baden-württembergischen Waffenherstellers Heckler & Koch, gehört zweifellos zu den schillernden Figuren in der deutschen Wirtschaft. In den vergangenen Jahren ist der öffentlichkeitsscheue Investor immer wieder in die Schlagzeilen geraten, sei es wegen angeblicher Heuschrecken-Methoden oder Qualitätsproblemen beim H&K-Sturmgewehr. Derzeit mehren sich jedoch Zweifel, ob er bei Heckler & Koch wirklich das Sagen hat. Heeschen zähle „vermutlich nicht“ mehr zu den Anteilseignern, schreibt die WirtschaftsWoche. Zumindest meinten Manager des Unternehmens, das in dieser Woche einen neuen CEO berufen hat, dass er „nicht mehr viel zu melden hat“.

Aktionär Walewski stellt zwei von drei Aufsichtsräten

Neuer starker Mann sei der französische Investor Nicolas Walewski. Das zeige sich auch im von Ex-Bombardier-Manager Dieter John geführten Aufsichtsrat: „Zwei von drei Mitgliedern des Kontrollgremiums sind für Walewskis Fondsgesellschaft tätig“, so die WirtschaftsWoche. Es erscheine „wenig plausibel, dass Heeschen eine derartige Dominanz zugelassen hätte, wenn er tatsächlich noch über 60 Prozent der Stimmen bei H&K frei verfügen könnte und der Franzose, wie Heeschens Umfeld verbreiten lässt, nur sechs Prozent vertritt.“

DCGIBoardNews

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