Deutsche-Börse-CEO Theodor Weimer: Autokrat oder agiler Antreiber?

Der neue Vorstandschef der Deutschen Börse räumt zum Amtsantritt auf. Nach Informationen des Handelsblatts hat Theodor Weimer den erweiterten Vorstand (das sogenannte Group Management Committee) kurzerhand abgeschafft – und damit zahlreiche Manager de facto degradiert. Der 58-Jährige will künftig wieder im kleineren Kreis Entscheidungen fällen, am liebsten sogar, unken Kritiker, im Alleingang. Hat sich Aufsichtsratschef Joachim Faber (67) also einen Autokraten ins Haus geholt?

Leadership: Eine bayrische Führungsphilosophie?

Führt Weimer womöglich gar nach Gutsherrenart, wie er es beim FC Bayern München erlebt und – in seiner Funktion als Aufsichtsrat – offenbar billigt? Wir vermuten: Nein. Denn für Weimers Schritt gibt es gute Gründe. Schließlich müssen Unternehmen angesichts des rasanten digitalen Wandels agiler werden. Und flache Hierarchien und schnelle Entscheidungsvorlagen bringen wenig, wenn das oberste Führungsgremium dann ewig diskutiert. Vieles spricht deshalb für kleinere, agilere Vorstände. Fünf Personen erscheinen uns eine vernünftige Größenordnung, um intensiv, aber nicht endlos zu diskutieren.

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.