Managerhaftung: Warum sich D&O-Versicherer „ums Zahlen drücken“

Michael Hendricks (63), Pionier im Geschäft mit Managerhaftpflichtversicherungen, warnt vor schweren Zeiten für Vorstände und Aufsichtsräte. Die sogenannten D&O-Policen seien für die Versicherer derzeit ein „pures Verlustgeschäft“, sagte der Rechtsanwalt des Maklers Howden Group jüngst im WirtschaftsWoche-Management-Blog. „Warum sollen sie sich das noch lange angucken?“ Zudem stehe der größte Versicherungsfall – der VW-Dieselskandal – erst noch bevor.

Versicherer weigern sich – aber niemand erfährt‘s

Unternehmen müssten deshalb damit rechnen, dass sich die D&O-Versicherer „ums Zahlen drücken“ und Manager „nicht mehr die erste Riege der Verteidiger bekommen“. Zudem prognostiziert Hendricks, dass die Assekuranzen „in den Verträgen immer mehr Versicherungsausschlüsse einbauen“. Damit wachse das Risiko für das „persönliche Vermögen“. Schon jetzt gebe es zahlreiche Fälle, in denen der Versicherungsschutz komplett versagt werde. Häufig stünden Manager dann völlig mittellos da. Weil die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen stattfänden und Verschwiegenheit vereinbart werde, würden „viele dieser Schicksale nie bekannt“.

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