Aufsichtsrat der Woche: Fritz-Jürgen Heckmann, HeidelbergCement

Der Dax-Konzern HeidelbergCement gehört zu den Unternehmen, die den Vorstand konsequent internationalisieren: Mit dem Australier Kevin Gluskie, dem Türken Hakan Gurdal und dem Briten Jon Morrish hat der Aufsichtsrat seit 2016 drei Ausländer in das siebenköpfige Gremium berufen, das seit nunmehr 13 Jahren von Bernd Scheifele (59) geführt wird. Was zum Diversity-Glück noch fehlt, wäre allerdings eine Frau. Immerhin: Bei sich selbst ist der Aufsichtsrat bereits einen Schritt weiter. Gremienchef Fritz-Jürgen Heckmann (61) hat vor der Frauenquote begonnen, Expertinnen zu suchen und 2012 Fraunhofer-Innovationsforscherin Marion Weissenberger-Eibl (51) engagiert.

Wird Scheifele nach Cooling-Off neuer Aufsichtsratschef?

Im letzten Jahr holte der Stuttgarter Jurist und Multi-Aufsichtsrat dann die BASF-Managerin Margret Suckale (61) zu HeidelbergCement. Und 2019 könnte sich in Sachen Vielfalt erneut was tun – dann endet die Amtszeit mehrerer Aufsichtsräte, auch Heckmanns eigene. Dass Manager Magazin spekuliert allerdings, dass der Aufsichtsratschef bis 2022 bleibt und dann an Scheiffele übergibt, der bis 2020 als CEO fungiert (und danach, so die Vermutung, in die Cooling-Off-Phase startet). Für andere Aufsichtsratsposten wäre Scheifele aber schon vorher zu haben – angeblich liebäugelt er bereits mit einem Mandat bei BASF.