VW verspricht schnelle Aufklärung im Tierversuchsskandal

Der VW-Vorstand will die Affäre um Tierversuche flott aufarbeiten. Schon vor dem Monatsende sollen erste Ergebnisse auf den Tisch.

Berlin. Der Autobauer Volkswagen will den Skandal um Versuche an Affen möglichst schnell aufklären. Bereits auf der kommenden Sitzung des Aufsichtsrates am 23. Februar wolle der Vorstand um VW-Chef Matthias Müller einen umfassenden Bericht zu den Tierversuchen geben, sagte ein Konzernsprecher.

Bei einem Treffen mit dem Aufsichtsratspräsidium an diesem Mittwoch habe Müller laut Konzernkreisen aber nur wenige Fakten zu dem Fall vorlegen können. Im Präsidium sind die sechs wichtigsten Kontrolleure vertreten, darunter Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und der oberste Betriebsrat Bernd Osterloh.

Um die Affäre aufzuklären, hatte Müller die interne Revision eingeschaltet, die von Experten der Prüfungsgesellschaft Deloitte unterstützt werden. Diese würden derzeit unzählige Dokumente und E-Mails auswerten, hieß es in den Kreisen. Aufgrund der Menge der Unterlagen werde die Prüfung einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zur Sitzung des Aufsichtsrats sollen aber erste Ergebnisse feststehen.

Besonders pikant aus Sicht der Aufsichtsräte: Die internen Ermittler prüfen nach Handelsblatt-Informationen unter anderem, ob die Versuche im Zusammenhang mit dem Abgasskandal stehen könnten. Mitarbeiter von VW hatten über Jahre hinweg die Emissionsdaten von Dieselautos manipuliert, um sich die Zulassung der Fahrzeuge in den USA zu erschleichen.

Auf Handelsblatt weiterlesen…

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.