Dieter Zetsche & Co.: Welche CEOs twittern sollten – und welche nicht

Deutschlands Top-Manager sind Social-Media-Muffel. Das zeigte diese Woche eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman, der zufolge lediglich 45 Prozent der Dax-Vorstände einen Account bei LinkedIn, XING oder Twitter haben. Unter den Vorstandschefs ist es sogar nur jeder Vierte. Doch ist das wirklich so bedenklich, wie der Titel der Studie („Alles wird digital – bis auf den Chef“) suggeriert? Wir meinen: Lassen wir die Kirche im Dorf. Natürlich ist es eine kommunikative Chance für Unternehmen, wenn Top-Manager Zehntausende direkt erreichen – wie Daimler-Chef Dieter Zetsche, der binnen weniger Monate mehr 100.000 LinkedIn-Follower gewonnen hat.

Die entscheidende Frage: Liegen den Chefs die sozialen Medien?

Oder wie SAP-CEO Bill McDermott, bei dem es fast doppelt so viele und zudem rund 36.000 Twitter-Follower sind. Schließlich ist es angesichts digitalen Transformation wichtiger denn je, dass Führungskräfte Veränderungen erklären – und zwar nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Ob die sozialen Medien der richtige Kanal sind, hängt aber von einer ganz einfachen Frage ab: Fühlen sich die Chefs dort wohl? Denn wir sind überzeugt: Nur wer selbst mitmacht und nicht nur Berater posten lässt, kommt auf Dauer authentisch rüber – und wird die kommunikativen Ziele erreichen. Managern, die die sozialen Medien nicht liegen, lassen völlig zu Recht die Finger davon.

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